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Oränschblu 2008

schriftzug

Oränschblu in Schermbeck

Es war noch früh am morgen, als die ersten Wölflinge und Juffis in Schermbeck am Pfadfinderhaus eintrudelten. An mancher Ecke vernahm man ein Gähnen aus Kinder-, aber vor allem auch aus Leitermund. Mehr und mehr Kinder drängten auf den Vorplatz. Schließlich waren alle 270 Kinder und 70 Leiter angekommen. Im Helferteam wuchs langsam die Nervosität. Sie waren schon seit Sonnenaufgang auf den Beinen, um die letzten Vorbereitungen zu erledigen. Bereits am Vortag hatte man Zelte aufgebaut, Armbänder beschriftet, Material sortiert und war dann schließlich müde ins Bett gefallen. Am Samstagmorgen um 9:30 war dann alles erledigt. Die Geschichte von oränschblu konnte beginnen:

Nachdem die orangen, die blauen und die weißen Völker in der alten Welt um Rohstoffe kämpften und verschwenderisch im Überfluss lebten, wurde dem Ganzen ein Ende gesetzt. Dieses Ende war allerdings auch der Beginn einer neuen zweiten Chance. In Schermbeck, einer kleinen Stadt am Niederrhein sollten die Völker der drei Stämme in Dörfer aufgeteilt beweisen, was Zusammenarbeit bedeutet und wie man seine Rohstoffe sinnvoll für die Entwicklung einsetzt. Sie sollten in der Welt von oränschblu zeigen, dass am nördlichen Niederrhein das Motto „mischen possible“ gilt.

Als die Angereisten diesen Auftrag hörten, war ihnen allerdings noch nicht alles klar. Ein Glück, dass jedes Dorf von einem der alten Völker begleitet und beraten wurde. Sie erklärten ihnen, dass es an diesem Tage wichtig sein würde, dass sie in ihrem Dorf eine Gemeinschaft bilden. Eine Gemeinschaft aus Wölflingen, Juffis und Leitern. Banner und Schlachtruf sollten diese Gemeinschaft in jedem Dorf zeigen. In den drei Dörfern gab es jeweils vier Berufsgruppen: die Druiden, die Bauarbeiter, die Bauern und die Erfinder. Diese hatten die Aufgabe, sich auf dem Rohstofffeld vielen verschiedenen Aufgaben zu stellen. Da war zum Beispiel auf der einen Seite das klassische Sackhüpfen, während in einer anderen Ecke im Wasser schwimmende Äpfel vertilgt werden mussten. Insgesamt waren es mehr als 20 Spiele bei denen es galt, Wasser, Eisen, Wolle, Holz und Sand zu verdienen, um damit Material einzukaufen. Dieses Material wurde vom Lutz mit seiner Latzhose am Lager für Rohstoffe verkauft. Mit dem Gekauften konnten Gebäude im Dorf gebaut und dessen Entwicklung damit vorangetrieben werden.

Den gesamten Tag über erledigten die Dorfbewohner viele Aufgaben und arbeiteten mit großem Eifer für die Entwicklung ihres Dorfes. Unterbrochen wurde das bunte Treiben nur von der Mittagspause. Unsere Bezirksvorsitzende Kristina hatte mit Frau Kanders einen leckeren Snack gezaubert, der den hungrigen Wölflingen und Juffis wieder neue Energie verlieh.

Schließlich hatten alle drei Dörfer nahezu gleichzeitig das angestrebte Ziel erreicht und alle geforderten Gebäude errichtet. Einige Dörfer hatten auch bereits angefangen, mit Rohstoffen untereinander zu handeln. Nahezu gleichzeitig standen rund um das Schermbecker Pfadfinderhaus die erbauten Gebäude in den drei Dörfern. In einer riesigen Runde traf man sich zum Abschluss auf dem Rohstofffeld, wo alle ihre Banner und Schlachtrufe präsentieren konnten. Die drei Dorfbetreuer verkündeten schließlich, dass die Aufgabe erledigt wurde. Die Teilnehmer von oränschblu feierten dies und zufrieden und langsam auch wieder müde, machten sie sich auf den Weg in ihre Heimat. Für das Helferteam begann damit noch einmal ein Endspurt, bei dem alles wieder abgebaut wurde und das Gelände rund um das Pfadfinderhaus wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt wurde. An dieser Stelle noch mal „DANKE! IHR WART GROßARTIG!“ Das gilt allerdings auch für alle Teilnehmer, die dabei waren und das hier lesen. Ihr habt oränschblu lebendig werden lassen und gezeigt, dass in unserem Bezirk „mischen possible“ ist.